Die Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung wurde im Jahr 2008 begründet, um Forschungsergebnisse in einen breiteren Kontext zu stellen und sie der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Volltextsuche der Schriftenreihe

Band 8 (2018)
… (k)ein Ende in Sicht. 20 Jahre Kunstrückgabegesetz in Österreich
Band 7 (2018)
Hitlers Sonderauftrag Ostmark. Kunstraub und Museumspolitik im Nationalsozialismus
Band 6 (2016)
Bergung von Kulturgut im Nationalsozialismus. Mythen – Hintergründe – Auswirkungen
Sonderband (2015)
Spurensuche. Die Sammlung Arthur Feldmann und die Albertina
Band 5 (2014)
Die Praxis des Sammelns. Personen und Institutionen im Fokus der Provenienzforschung
Band 4 (2012)
Die verkaufte Malkunst. Jan Vermeers Gemälde im 20. Jahrhundert
Band 3 (2012)
Kunst sammeln, Kunst handeln. Beiträge des Internationalen Symposiums in Wien
Band 2 (2010)
schneidern und sammeln. Die Wiener Familie Rothberger
Band 1 (2009)
… wesentlich mehr Fälle als angenommen. 10 Jahre Kommission für Provenienzforschung

 

 

Eva Blimlinger und Heinz Schödl (Hg.):
… (k)ein Ende in Sicht.
20 Jahre Kunstrückgabegesetz in Österreich
(Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung, Band 8)
Wien, Köln, Weimar 2018

Die Diskussion um die Beschlagnahme zweier Bilder von Egon Schiele aus der Sammlung von Rudolf Leopold zeitigte in Österreich unmittelbare Folgen. Noch vor dem Erlass des Kunstrückgabegesetzes im Dezember 1998, wurde im März 1998 die Kommission für Provenienzforschung gegründet. Die Arbeit der Kommission und die aus dieser Arbeit resultierende Bewertung durch den Kunstrückgabebeirat haben seither einen Platz im öffentlichen, medialen Diskurs und tragen somit zu einer Auseinandersetzung mit der Vergangenheit bei.

Beiträge
Christian Fuhrmeister: Provenienzforschung in Europa und das Projekt TransCultAA: Zwischen Entangled Histories und nationalen Befindlichkeiten (S. 19–29).
Andrea Baresel-Brand: Zäsur Gurlitt? Provenienzforschung in Deutschland (S. 31–36).
Meike Hopp: Provenienzrecherche und digitale Forschungsinfrastrukturen in Deutschland: Tendenzen, Desiderate, Bedürfnisse (S. 37–61).
Esther Tisa Francini: 20 Jahre Washingtoner Prinzipien und die Schweiz: Politik, Forschung und Transparenz im Umgang mit der Geschichte von Kunstwerken (S. 63–76).
Anita Stelzl-Gallian: Projektbericht „Hitlers Sonderauftrag Ostmark“. Ein Einblick in die Aktenlage im Archiv des Bundesdenkmalamts (BDA) in Wien (S. 79–86).
Julia Eßl: Eine Bestandsaufnahme zur Provenienzforschung an der Albertina. 20 Jahre Kommission für Provenienzforschung (S. 87–92).
Katinka Gratzer-Baumgärtner und Monika Mayer: 20 Jahre Provenienzforschung in der Österreichischen Galerie Belvedere (S. 93–95).
Gabriele Anderl: Rückgabebeschluss – und dann? Weltmuseum Wien (S. 97–105).
Konstantin Ferihumer und René Schober: Provenienzforschung in der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien (S. 107–110).
Eva Blimlinger und Heinz Schödl: museum moderner kunst stiftung ludwig wien (S. 111–114).
Margot Werner: Work in progress: 17 Jahre Provenienzforschung an der Österreichischen Nationalbibliothek (S. 115–122).
Alexandra Caruso, Katja Geiger, Dario Luger und Marcus Rößner: „Eine naturwissenschaftliche Sammlung verhält sich eben ganz anders, als ein Kunstmuseum …“ Provenienzforschung im Naturhistorischen Museum Wien (S. 123–131).
Leonhard Weidinger: MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst I Gegenwartskunst: Der Figdor-Lehnstuhl (S. 133–139).
Christian Klösch: Abseits der Kunst: Vom NS-Raub von Alltagsgegenständen und anderen „beweglichen Kulturgütern“. 20 Jahre Provenienzforschung am Technischen Museum Wien (S. 141–148).
Walter Kalina: Zwanzig Jahre Provenienzforschung im Heeresgeschichtlichen Museum/Militärhistorischen Institut (HGM/MHI) und der Fall Albert Klein (S. 149–154).
Andreas Liška-Birk: „Ein erlesenes Werk von lokalgeschichtlichem Standpunkt“. Dürnstein an der Donau aus der Hand Rudolf von Alt (S. 155–162).
Birgit Kirchmayr und Gregor Derntl: Leda mit dem Schwan oder: Provenienzforschung und Restitutionspolitik seit 1945. Ein Beispiel aus Oberösterreich (S. 163–170).
Karin Leitner-Ruhe: „Die Aufnahme einer Korrespondenz mit dem Geschädigten hat [ … ] zu unterbleiben.“ Zwanzig Jahre Provenienzforschung am Universalmuseum Joanneum Graz (S. 171–178).
Sonia Buchroithner: Provenienzforschung in den Tiroler Landesmuseen. Recherchen zu einer Erwerbung im Jahr 1941: Das Helblinghaus, Aquarell von Rudolf von Alt. Vorbesitzer bleibt unbekannt! (S. 179–186).
Olivia Kaiser und Markus Stumpf: Provenienzforschung in der Universitätsbibliothek, dem Universitätsarchiv und den musealen Sammlungen der Universität Wien (S. 187–204).
Claudia Spring: Wissen schafft Lücken. Provenienzforschung und Restitution im Volkskundemuseum Wien (S. 205–212).
Susanne Hehenberger und Monika Löscher: Die Malkunst. Dossier, Buch und Klage. Ein Fall aus dem Kunsthistorischen Museum und ein kurzer Rückblick auf 20 Jahre Provenienzforschung (S. 213–220).
Monika Mayer: „So duften auch die Rosen unter dem segengebeugten Apfelbaume …“ Zur Provenienz von Gustav Klimts Rosen unter Bäumen aus der Sammlung Zuckerkandl (S. 223–238).
Christina Gschiel: Der Beethoven-Fries – „allein nicht diskutabel“. Ein Kunstwerk im Geltungsbereich des Ausfuhrverbotsgesetzes (S. 239–256).
Susanne Hehenberger: Madonna mit Kind und zwei Engeln. Ein Renaissancegemälde aus der Sammlung Carl Reininghaus (S. 257–273).
Katinka Gratzer-Baumgärtner: Ludwig Mayer und die historische Dislozierung der sieben Teile eines Deckengemäldes nach Wien, Israel und in die Verschollenheit (S. 275–284).
Katinka Gratzer-Baumgärtner: Blick auf Wien vom Krapfenwaldl aus der Sammlung Hugo Marmorek (S. 285–288).
Alexandra Caruso: Ein Artefakt der Provenienzforschung. Das Fragment eines Gemäldes von Anton Kolig (S. 289–297).
Lisa Frank: „Alter Kram“. Die Albert Figdor Sammlung und die Novelle zum Ausfuhrverbotsgesetz 1923 (S. 299–311).
Gerhard Milchram und Michael Wladika: „Kaisers-Dank“. Restituierte Erinnerung. Der Fall Klinkhoff im Wien Museum (S. 313–321).
Monika Löscher: „… unter Glas und Rahmen eine vergilbte Urkunde …“. Einige Erinnerungsstücke an Adolf von Sonnenthal im Theatermuseum (S. 323–335).
Christian Klösch: Der gestohlene Austro Daimler ADR – Auf der Spur eines ungeklärten Provenienzfalles (S. 337–353).
Monika Löscher: „Mir ist alles einerlei“. Zum Schicksal der Sängerin Maria Gardi/Frida Gerngross (S. 355–367).
Claudia Spring: Anna Mautner: Mehr als nur Witwe Konrad Mautners (S. 369–391).
Susanne Wicha und Markus Stumpf: „… als Zeichen des guten Willens ohne Anerkennung eines Rechtsanspruches 1975 an Jugoslawien abgegeben“. Auf den Spuren der k. u. k. Marinebibliothek an der Universitätsbibliothek Wien (S. 393–406).

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Birgit Schwarz:
Hitlers Sonderauftrag Ostmark.
Kunstraub und Museumspolitik im Nationalsozialismus
(Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung, Band 7)
Wien, Köln, Weimar 2018

Das Buch widmet sich Hitlers Verteilungsprogramm eingezogener Kunstsammlungen, das der Diktator nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich 1938 für die „Ostmark“ auflegte und auf das gesamte Großdeutsche Reich auszuweiten vorsah. Nach einer ersten Phase divergierender Konzepte übernahm im Juni 1939 Hitler selbst die Leitung des Projekts. Danach führten sein Sonderbeauftragter Hans Posse und dessen Assistent Gottfried Reimer, unterstützt von der Wiener Denkmalbehörde, die Verteilung von 5000 hochrangigen Kunstwerken aus jüdischem Besitz durch. Vor dem Hintergrund einer Situation, die von scharfer Konkurrenz zwischen Wien und den ostmärkischen Reichsgauen, dem Aufbau des „Führermuseums“ in Linz und den Erwartungen der Museen im „Altreich“ geprägt war, wird Hitlers Profil als Museumspolitiker sichtbar.

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Verteilungslisten der beschlagnahmten jüdischen Kunstsammlungen
Erste große „Führerzuteilung“, 2. Juli 1940: ErsteGroßeFuehrerzuteilung_1940-07-02.pdf
Zweite große „Führerzuteilung“, 6. März 1943: ZweiteGroßeFuehrerzuteilung_1943-03-06.pdf
Kleine „Führerzuteilungen“, 1941–1942:KleineFuehrerzuteilungen_1941-1942.pdf

 

Pia Schölnberger und Sabine Loitfellner (Hg.):
Bergung von Kulturgut im Nationalsozialismus.
Mythen – Hintergründe – Auswirkungen
(Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung, Band 6)
Wien, Köln, Weimar 2016

Bergungen von Kunst- und Kulturgut als Sicherungsmaßnahme vor Kriegsschäden oder zum Schutz vor dem Zugriff der alliierten Truppen, wie sie im Zweiten Weltkrieg durchgeführt wurden, standen bis dato kaum im Fokus der Forschung. Es wurden Kunstwerke, Kulturgut wie Bibliotheksbestände aus staatlichen Museen und Institutionen sowie von den Nationalsozialisten beschlagnahmte oder sichergestellte Sammlungen an Bergungsorte wie Stollen, Schlösser und Stifte verbracht. Im Rahmen der Provenienzforschung ist die Thematik Bergung, Rückbergung und Rückgabe in den letzten Jahren stärker in den Mittelpunkt gerückt. Der Sammelband vereint Artikel zum Thema aus Österreich, Deutschland, den Niederlanden und Frankreich.

Beiträge
Birgit Kirchmayr: Im Gespräch mit den Monuments Men. Hollywoods „Ungewöhnliche Helden“ aus Sicht der Provenienzforschung (S. 19–33).
Susanne Hehenberger und Monika Löscher: „Geheime“ Bergungsorte: das Rothschildsche Jagdschloss Steinbach bei Göstling (Jagd), die Kartause Gaming (Schloss), das aufgelassene Stift Klosterneuburg (Stift) und das Salzbergwerk Lauffen bei Bad lschl (Berg). Arbeitsalltag-Sicherheitsvorkehrungen- Rückbergungen (S. 35–68).
Meike Hopp und Stephan Klingen: Vom „Führerbau“ zum Central Collecting Point. Verlagerung von Kunst- und Kulturgut am Beispiel München 1942–1949 (S. 69–84).
Christian Fuhrmeister: Verlagerungs-und Bergungsaktionen in Italien im Zweiten Weltkrieg im Überblick. Wissensstand und Problemfelder (S. 85–101).
Anneliese Schallmeiner: „Die modernen Nibelungen salzen ihre Schätze ein“. Altaussee als Bergungsort des Instituts für Denkmalpflege (S. 103–127).
Pia Schölnberger: „Hier feiert der Luftschutz Orgien“. Die Bergungsmaßnahmen der Graphischen Sammlung Albertina unter George Saiko (S. 129–148).
René Schober: „… da ihre Beschädigung keinen Verlust von unersetzlichen Kulturwerten darstellen würde“. Bergungen und Kriegsverluste der akademischen Gemäldegalerie im Zweiten Weltkrieg (S. 149–174).
Monika Mayer: „Sonst verlor die Österreichische Galerie kein Kunstwerk …“. Bergung, „Entartete Kunst“, Fremddepot. Versuch einer „anderen“ Geschichte der Österreichischen Galerie 1938 bis 1945 (S. 175–195).
Leonhard Weidinger: „hiebei muß die Möglichkeit eines Luftangriffes und die Konservierungsfrage in gleicher Weise die Wahl bestimmen“. Die Bergungsmaßnahmen des Staatlichen Kunstgewerbemuseums in Wien (S. 197–217).
Gerhard Milchram und Michael Wladika: „Es konnte festgestellt werden, dass tatsächlich Verwüstungen und Plünderungen sowohl durch SS-Truppen als auch durch Russen und Landbewohner stattfanden“. Bergungen und Rückbergungen der Städtischen Sammlungen (Museen der Stadt Wien) (S. 219–248).
Karin Leitner-Ruhe: „Ein Bilderstapel lehnt auf dem anderen, eine Plastik drängt sich an der anderen.“ Zu den Luftschutzmaßnahmen der Gemäldegalerie am Landesmuseum Joanneum Graz ab 1939 (S. 249–269).
Gilbert Lupfer und Christine Nagel: Die Staatlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft Dresden im Zweiten Weltkrieg. Notbetrieb, Bergung, „Sonderauftrag Linz“ – und das Ende (S. 271–286).
Tessa Friederike Rosebrock: Rückführung geborgener Kunstgüter im zweifach besetzten Baden – amerikanische und französische Besatzungszone im Vergleich (S. 287–306).
Murray G. Hall und Christina Köstner-Pemsel: Kriegsbergungen der großen Wiener Bibliotheken. Die Nationalbibliothek Wien und die Universitätsbibliothek Wien (S. 307–329).
Sebastian Finsterwalder und Peter Prölß: Raubgut für den Wiederaufbau. Die Bergungsstelle für wissenschaftliche Bibliotheken in Berlin (S. 331–357).
Christina Gschiel: „Transport der Teile ohne zu schneiden“. Die Bergung des Beethoven-Frieses aus der Sammlung Lederer in Schloss Thürnthal (S. 359–382).
lmma Walderdorff: Verschollene Miniaturen aus der Czerninschen Gemäldegalerie. Ausgelagert – gestohlen/verloren – wiedergefunden (S. 383–400).
Meike Hoffmann: Verboten und verborgen. Lagerorte „Entarteter Kunst“ (S. 401–420).
Emmanuelle Polack: Traces of Matisse’s „Odalisque au tambourin” during the Second World War (S. 421–432).

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Achim Gnann und Heinz Schödl (Hg.):
Spurensuche.
Die Sammlung Arthur Feldmann und die Albertina
(Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung, Sonderband)
Wien, Köln, Weimar 2015

Der Band ist dem Andenken an die Sammeltätigkeit des Brünner Rechtsanwalts und Geschäftsmanns Dr. Arthur Feldmann (1877–1941) gewidmet, dessen große Sammlung von Altmeisterzeichnungen zu den bedeutendsten seiner Zeit zählte. 1939 wurde seine Villa mitsamt der Kunstsammlung von den Nationalsozialisten beschlagnahmt. Arrest und Folter im März 1941 überlebte Feldmann nur um wenige Tage. Der an das damalige Brünner Landesmuseum gelangte Teil der Zeichnungssammlung wurde vor einigen Jahren an die Nachfahren zurückgegeben. Diese konnten zudem im Laufe der Jahre den Verbleib weitere Blätter aufspüren und deren Restitution erwirken. Jüngst haben die Erben in einer überaus großzügigen Schenkung knapp dreißig Blätter der Albertina vermacht. Aus diesem Anlass entstehen eine Ausstellung und diese Publikation.

Beiträge
Julia Eßl: Die Sammlung Feldmann. Spuren – Fragmente – Dokumente. Weg einer Rekonstruktion (S. 9–23).
Martina Pichler: Die virtuelle Sammlung Feldmann. Praxis und Methodik der Rekonstruktion (S. 24–32).
Alexandra Caruso im Interview mit Uri Arthur Peled-Feldmann (S. 35–41).
Christine Ekelhart, Achim Gnann, Angelika Marinovic, Christof Metzger, Eva Michel, Heinz Widauer: Katalog [Sammlung Dr. Arthur Feldmann] (S. 42–121).

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Eva Blimlinger und Heinz Schödl (Hg.):
Die Praxis des Sammelns.
Personen und Institutionen im Fokus der Provenienzforschung
(Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung, Band 5)
Wien, Köln, Weimar 2014

Band 5 setzt sich in einer Reihe von Texten mit Sammlungen auseinander, die erst aufgrund der Provenienzforschung wiederum ins Bewusstsein der Öffentlichkeit treten können. Waren sie, und natürlich auch die SammlerInnen selbst, einst ein wesentlicher Teil des kulturellen Ambiente Wiens, verschwanden sie in Folge der Ereignisse nach dem März 1938 aus dem öffentlichen Bewusstsein. Seit 1998 arbeitet die Provenienzforschung nicht nur an der Zuordnung der Eigentumsgeschichte von Einzelwerken sondern auch am Wiederentdecken dieser Kontexte und Zusammenhänge. Band 5 soll also einige dieser einstmals so bekannten Sammlungen und ihre Stifter wiederum ins Gedächtnis zurückrufen. Des Weiteren sind im Band Essays zur Gründung öffentlicher Sammlungen bzw. zur Provenienzforschung in diesen enthalten.

Beiträge
Susanne Hehenberger und Monika Löscher: Die Sammlung Gustav Benda (S. 13–29).
Claudia Spring „So schön wie in Schönbrunn schneit es nirgends auf der Welt“. Der Sammler, Forscher und Publizist Ernst Moriz Kronfeld (S. 31–70).
Harold H. Chipman und Leonhard Weidinger: Ein Enthusiast für Industrie und Kunst – Willibald Duschnitz (S. 71–98).
Alexandra Caruso, Anneliese Schallmeiner: Getrennt und gemeinsam: Die sammelnden Brüder Gottfried und Hermann Eissler (S. 99–134).
Pia Schölnberger: Emil Geyer – Ein Sammler im Verborgenen (S. 135–160).
Julia Eßl: „Niemand wollte diese Bilder …“. Die Privatsammlung Dr. Oskar Reichel (S. 161–176).
Lisa Frank: Interieur mit Herrenbildnis. Die Sammlung Ernst und Gisela Pollack (S. 177–299).
Anita Stelzl-Gallian: Für immer verloren. Der Sammler Richard Kulka (1863–1931) und die Familiensammlung Heißfeld – Kulka (S. 201–219).
Wiebke Krohn: „Eine Gemengelage, die auch die moderne Provenienzforschung nicht auflösen kann“. Besitzverhältnisse in der Sammlung und den Galerien Alfred Flechtheims (S. 221–240).
René Schober: Jehudo Epstein – Karriere eines vergessenen Malers (S. 241–262).
Christina Gschiel: Joseph Gregor und die Theatersammlung der Nationalbibliothek in Wien – rastlose Tätigkeit im Interesse der Sammlung (S. 263–297).
Monika Mayer: Egon Schiele und das Belvedere. Versuch einer Sammlungs- und Rezeptionsgeschichte 1912–2003 (S. 299–318).
Olivia Kaiser-Dolidze und Markus Stumpf: Wien – London und retour? NS-Provenienzforschung an der Fachbereichsbibliothek Kunstgeschichte der Universität Wien (S. 319–338).
Gabriele Anderl: „Nicht einmal abschätzbarer Wert …“. Anton und Walter Exner – Kunsthändler, Stifter, Nationalsozialisten – und ihre Sammlung asiatischer Kunst in Wien (S. 339–405).

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Susanne Hehenberger und Monika Löscher (Hg.):
Die verkaufte Malkunst.
Jan Vermeers Gemälde im 20. Jahrhundert
(Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung, Band 4)
Wien, Köln, Weimar 2012

Die Malkunst von Jan Vermeer van Delft war viele Jahre Bestandteil der Czernin´schen Gemäldegalerie in Wien. Seit 1932 versuchte Jaromir Czernin-Morzin, Erbe des Familienfideikommisses, das Bild zu verkaufen. Verhandlungen mit dem Industriellen Philipp F. Reemtsma hatten Ende 1939 zu keinem Abschluss geführt. 1940 erwarb Adolf Hitler das Gemälde für 1,65 Millionen Reichsmark. Nach Kriegsende beantragte Jaromir Czernin-Morzin mehrmals die Rückstellung des seit Ende 1945 im Kunsthistorischen Museum in Wien verwahrten Bildes. Alle Anträge wurden abgewiesen. 2009 wurde neuerlich eine „Anregung der Rückgabe“ formuliert. 2011 empfahl der Kunstrückgabebeirat, das Bild nicht zu übereignen. Der Sammelband beleuchtet im ersten Teil die Vorgeschichte und Geschichte des Verkaufs, die familienhistorischen Hintergründe und die Rückforderungen nach 1945. Die Beiträge im zweiten Teil befassen sich mit den kunst- und kulturhistorischen sowie gesellschaftspolitischen Zusammenhängen.

Beiträge
Monika Löscher: Jaromir Czernin und Alix May. Eine biografische Skizze (S. 19–53).
Monika Löscher: Die Malkunst von Vermeer als Bestandteil des Czernin’schen Familienfideikommiss’ (S. 55–74).
Susanne Hehenberger: Die Malkunst im Fokus des Kunsthandels (S. 75–104).
Susanne Hehenberger: Der Verkauf der Malkunst (S. 105–164).
Monika Löscher: Die Malkunst nach 1945. Rückforderungen und Rückstellungsverfahren (S. 165–202).
Silke Reuther: Philipp F. Reemtsma. Industrieller und Kunstsammler in Hamburg (S. 205–219).
Bertrand Perz: Neuere Forschungen zur Frage des Status von Personen, die im Deutschen Reich nach den Nürnberger Gesetzen als „Mischlinge“ definiert wurden (S. 221–240).
Imma Walderdorff: Die Czernin’sche Gemäldegalerie in Wien unter Eugen Czernin-Chudenitz (1892–1955). Das Schicksal der Privatsammlung nach dem Ausscheiden der Malkunst von Jan Vermeer (S. 241–262).
Karl Schütz: Von Pieter de Hooch zu Johannes Vermeer (S. 263–270).
Susanne Hehenberger: Kopien, Kopistinnen und Kopisten der Malkunst (S. 271–280).
Elke Oberthaler: Ein restauratorischer Blick auf Johannes Vermeers Malkunst (S. 281–302).

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Eva Blimlinger und Monika Mayer (Hg.):
Kunst sammeln, Kunst handeln.
Beiträge des Internationalen Symposiums in Wien
(Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung, Band 3)
Wien, Köln, Weimar 2012

Es gilt inzwischen als Tatsache, dass der Kunsthandel tief in den nationalsozialistischen Kunst- und Kulturgutraub verstrickt gewesen ist – der wiederum als Teil der nationalsozialistischen Verfolgungs-, Vertreibungs- und schließlich Vernichtungspolitik betrachtet werden muss.
Kunst- und Antiquitätenhandlungen sowie Antiquariate in jüdischem Eigentum wurden arisiert, entzogen oder zwangsweise aufgelöst, Warenbestände veräußert und Sammlungen zerschlagen. Verfolgte Jüdinnen und Juden sahen sich gezwungen, privaten Kunstbesitz und Bibliotheken weit unter dem tatsächlichen Wert an Händler und Händlerinnen regelrecht zu verschleudern, um ihre Flucht oder diskriminierende Steuern bezahlen zu können. Der Kunsthandel zählte zu den großen Profiteuren dieser gewaltsamen rassistischen Umverteilungsmaßnahmen.
In den rund 30 Beiträgen von internationalen HistorikerInnen und KunsthistorikerInnen wird zum einen die Schlüsselrolle des Kunsthandels in diesem Prozess beleuchtet. Zum anderen werden die Voraussetzungen bzw. die Folgen dieser Entwicklungen bis hin zur Gegenwart analysiert.

Beiträge
Monika Mayer: „Jüdisches“ Mäzenatentum und die Österreichische Galerie 1903 bis 1938 (S. 19–35).
Vanessa-Maria Voigt und Horst Keßler: Die Beschlagnahmung jüdischer Kunstsammlungen 1938/39 in München. Ein Forschungsprojekt der Staatlichen und Städtischen Museen in München zum Schicksal jüdischer Kunstsammler und Kunsthändler (S. 37–49).
Franz Eder: Von „Handelnden“ und handelnden Personen (S. 51–63).
Meike Hopp: Der Kunsthändler Adolf Weinmüller (München/Wien) und seine Rolle bei der „einheitlichen Neuregelung des Deutschen Kunsthandels“ (S. 65–77).
Dieter J. Hecht: Spuren und Boten: Die Kunsthandlung E. Hirschler & Comp. (S. 79–90).
Gerhard Plasser: „Die Versicherung ihrer Treue zu mir … hat mir Hoffnung gegeben dass vielleicht doch noch nicht alles verloren ist“ (Friedrich Welz an Anton Steinhart, 1946). Briefe des internierten Galeristen aus dem Camp Marcus W. Orr (S. 91–99).
Michael John: Die „Connection“ Bad Aussee – Berlin – Linz. Kunsthandel mit Folgen (S. 101–118).
Shlomit Steinberg: The Road to Recovery: From the Central Collecting Points to a Safe Haven – the J.R.S.O. Dossier (S. 119–131).
Floris Kunert and Annemarie Marck: The Dutch Art Market 1930–1945 and Dutch Restitution. Policy Regarding Art Dealers (S. 133–153).
Roswitha Neu-Kock: Alfred Flechtheim, Alexander Vömel und die Verhältnisse in Düsseldorf 1930 bis 1934 (S. 155–165).
Andrea Christine Bambi: „Ich bin nicht Beckmanns Kunsthändler“. Alfred Flechtheim und seine Künstlerverträge, erläutert am Beispiel von Max Beckmann (S. 167–181).
Esther Tisa Francini: Die Rezeption der Kunst aus der Südsee in der Zwischenkriegszeit: Eduard von der Heydt und Alfred Flechtheim (S. 183–196).
Meike Hoffmann: Bernhard A. Böhmer. Ein unbekannter Bildhauer brilliert im NS-Kunsthandel (S. 197–207).
Anja Tiedemann: Karl Buchholz – Ein Saboteur nationalsozialistischer Kunstpolitik mit Auftrag zur „Verwertung entarteter Kunst“ (S. 209–220).
Katrin Engelhardt: Ferdinand Möller – Ein unbeugsamer Vertreter der Kunst der Moderne (S. 221–232).
Lucy Watling: The Irmgard Burchard Tableaux: An Anti-Nazi Dealership in 1930s Switzerland (S. 233–242).
Dorota Chudzicka: The Dealer and the Museum: C. T. Loo (1880–1957), the Freer Gallery of Art, and the American Asian Art Market in the 1930s and 1940s (S. 243–254).
Eva-Maria Orosz: Wiener Kunstgewerbe in den Städtischen Sammlungen. Einblicke in die Erwerbsstrategien der Jahre 1938 bis 1945 (S. 255–267).
Jana Švantnerová: The Expropriation of Jewish Collections of Fine Arts and their Transfer to the State Collections under the Slovak State (1939–1945) (S. 269–277).
Anne Rothfeld: Evelyn Tucker: An Enforcer of Restitution Policy in U.S. Occupied Austria (S. 279–287).
Wiebke Krohn: Reste der Masse Adria im Jüdischen Museum Wien (S. 289–301).
Lynn Rother: Zu groß für Einen. Zum An- und Verkauf großer Sammlungen durch Konsortien am Beispiel Figdor (S. 303–316).

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Christina Gschiel, Ulrike Nimeth und Leonhard Weidinger (Hg.):
schneidern und sammeln.
Die Wiener Familie Rothberger
(Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung, Band 2)
Wien, Köln, Weimar 2010

In diesem Band wird die Geschichte der Familie Rothberger, die das kulturelle und wirtschaftliche Leben Wiens über fast ein Jahrhundert mitgeprägt hat, erzählt. Das Textilunternehmen war mit dem Warenhaus am Stephansplatz an einer der prominentesten Adressen Wiens vertreten. Mit dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich 1938 änderte sich das Leben der Rothbergers schlagartig. Sie wurden als Juden verfolgt, das Textilunternehmen wurde arisiert, die Sammlungen mussten abgegeben werden. Die Bemühungen um Rückstellung des Eigentums nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren nur wenig erfolgreich.

Beiträge
Leonhard Weidinger: Die ersten Jahre der Familie Rothberger in Wien (S. 17–29).
Monika Bernold: Konsumkultur, Warenhaus und Geschlecht im 19. und frühen 20. Jahrhundert (S. 31–48).
Ulrike Nimeth und Leonhard Weidinger: Die Familie Rothberger vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1938 (S. 49–59).
Ulrike Nimeth: Moritz Rothberger (S. 61–82).
Leonhard Weidinger: Heinrich Rothberger – der Porzellansammler (S. 83–94).
Christina Gschiel: Kunstgeschichtliche Betrachtung repräsentativer Stücke der Porzellansammlung Heinrich Rothberger (S. 95–116).
Christina Gschiel: Europäische Porzellanmanufakturen (S. 117–140).
Rainald Franz und Leonhard Weidinger: Porzellan im MAK – von der Aufhebung der „k. k. Aerarial-Porzellanmanufactur“ zur Mustersammlung im Österreichischen Museum für Kunst und Industrie (S. 141–152).
Rainald Franz: Die Grafiksammlung Heinrich Rothberger – Vorlagen für Porzellane und autonome Grafik (S. 153–156).
Monika Löscher: Carl Julius Rothberger (S. 157–165).
Christina Gschiel, Ulrike Nimeth und Leonhard Weidinger Die Familie Rothberger in der NS-Zeit – eine Chronologie (S. 167–181).
Alexandra-Eileen Wenck: Die „Aktion Gildemeester“ – eine Auswanderungsaktion für Jüdinnen und Juden nichtmosaischen Glaubens im besetzten Österreich (S. 183–204).
Christina Gschiel und Leonhard Weidinger Die Entziehung und Aufteilung der Sammlung Heinrich Rothberger in der NS-Zeit (S. 205–224).
Christina Gschiel, Ulrike Nimeth und Leonhard Weidinger: Rückstellungen nach 1945 (S. 225–240).
Julia König: Die Anfänge der Provenienzforschung (S. 241–248).
Julia Jungwirth: Juristische Aspekte der Kunstrückgabe (S. 249–272).
Christina Gschiel, Ulrike Nimeth und Leonhard Weidinger: Rückgaben von Objekten aus den Sammlungen Heinrich und Moritz Rothberger seit 1998 (S. 273–284).
Christina Gschiel und Leonhard Weidinger: Interview mit der Tochter von Carl Julius und Leopoldine Rothberger (S. 285–292).

Bestellen

 

Gabriele Anderl, Christoph Bazil, Eva Blimlinger, Oliver Kühschelm, Monika Mayer, Anita Stelzl-Gallian und Leonhard Weidinger (Hg.):
… wesentlich mehr Fälle als angenommen.
10 Jahre Kommission für Provenienzforschung
(Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung, Band 1)
Wien, Köln, Weimar 2009

Die Publikation stellt überblicksmäßig und exemplarisch die Arbeit und die Ergebnisse der Kommission für Provenienzforschung und ihrer Partnerinstitutionen der letzten 10 Jahre dar.

Beiträge
Eva Blimlinger: Rückstellungen und Entschädigungen in Österreich 1945 bis 2008. Ein Überblick (S. 17–33).
Anneliese Schallmeiner: 1998 – die Kommission für Provenienzforschung und der Weg zum Kunstrückgabegesetz (S. 34–47).
Alexandra Caruso, Lisa Frank, Ulrike Nimeth, Anneliese Schallmeiner und Anita Stelzl-Gallian: Zur Arbeitspraxis der Kommission für Provenienzforschung (S. 52–69).
Ingo Zechner: Von der Etablierung einer Hilfswissenschaft. Provenienzforschung in den österreichischen Bundesmuseen und Sammlungen (S. 70–84).
Maren Gröning: Provenienzforschung in der Albertina auf der Grundlage des österreichischen Kunstrückgabegesetzes von 1998 (S. 85–92).
Monika Mayer: Jenseits von Klimt. Zur Provenienzforschung in der Österreichischen Galerie Belvedere (S. 93–106).
Ilsebill Barta und Herbert Posch: InventARISIERT. Provenienzforschung und Restitution arisierter Wohnungseinrichtungen in den Sammlungen der Bundesmobilienverwaltung (S. 107–126).
Christoph Hatschek: „Sich stets der Vergangenheit stellen“ – Provenienzforschung im Heeresgeschichtlichen Museum (S. 127–135).
Herbert Haupt und Franz Pichorner: Zehn Jahre Provenienzforschung im Kunsthistorischen Museum (S. 136–149).
Rainald Franz und Leonhard Weidinger: „… dass sich in der Sammlung auch kunstgewerbliche Objekte befunden haben.“ Provenienzforschung im MAK (S. 150–159).
Gabriele Anderl und Ildiko Cazan: Das Museum für Völkerkunde in Wien (S. 160–175).
Christa Riedl-Dorn: Von Leermeldungen zu achtzehn Dossiers – Zehn Jahre Provenienzforschung am Naturhistorischen Museum (S. 176–194).
Margot Werner: Raub und Restitution. Die Österreichische Nationalbibliothek stellt sich ihrer NS Vergangenheit (S. 195–203).
Karin Neuwirth: Von Handschrift bis Haarlocke. Zur Provenienzforschung im Österreichischen Theatermuseum (S. 204–213).
Christian Klösch und Oliver Kühschelm: Technik, Massenware, Alltagsobjekte – Die Provenienzforschung am Technischen Museum Wien mit Österreichischer Mediathek (S. 214–229).
Ingo Zechner: Mobile Eingreiftruppe Kunstrestitution. Die Israelitische Kultusgemeinde Wien und ihre Anlaufstelle für jüdische NS-Verfolgte (S. 230–245).
Michael R. Seidinger, Claire Fritsch, Hannah M. Lessing: Die Tätigkeit des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus im Rahmen der Kunstrückgabe – Die Kunst-Datenbank des Nationalfonds (S. 246–252).
Felicitas Thurn-Valsassina: Provenienzforschung im Dorotheum (S. 253–262).
Michael Wladika: Zehn Jahre Provenienzforschung, Erbensuche und Restitution in den Museen der Stadt Wien – Eine vorläufige Bilanz (S. 263–280).
Monika Löscher, Markus Stumpf: „… im wesentlichen unbeschädigt erhalten geblieben …“. Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Wien am Beispiel der Fachbereichsbibliothek Anglistik und Amerikanistik (S. 281–297).
Birgit Kirchmayr: „Im Hinblick auf die vorgesehene starke Beteiligung Ihres Museums an den Zuweisungen aus den beschlagnahmten Kunstgütern …“. Provenienzforschung im Oberösterreichischen Landesmuseum (S. 298–309).
Susanne Rolinek: Missing Link. Provenienzforschung in Salzburg und die langwierige Suche nach verschwundenen Mosaiksteinchen (S. 310–328).
Karin Leitner-Ruhe: „… versäumt die Steiermark nie wiederkehrende Gelegenheiten …“. Provenienzforschung und Restitution im Steiermärkischen Landesmuseum Joanneum seit 1998 (S. 329–341).
Werner Fürnsinn: Der Zerrissene. Die Rolle des Wiener Malers Carl Moll in der Rückgabesache betreffend ein Gemälde von Edvard Munch an die Erbin nach Alma Mahler-Werfel – Eine Ehrenrettung? (S. 342–359).
Anita Stelzl-Gallian: Der Fall Blauhorn: Das Schicksal einer Sammlung (S. 360–374).
Sabine Loitfellner: „… dass das Museum in Lienz tatsächlich der geeignetste Platz zur Bewahrung von Werken Eggers ist.“ Provenienzforschung in der Albin Egger-Lienz Sammlung auf Schloss Bruck und der Umgang mit entzogenen Kunstwerken (S. 375–394).
Margot Werner: Raoul Korty – Das Wunderkind der Sammelwut (S. 395–411).
Rainald Franz und Leonhard Weidinger: Die Direktion Richard Ernst. Vom Österreichischen Museum für Kunst und Industrie zum Österreichischen Museum für angewandte Kunst (S. 412–430).
Dieter J. Hecht: Archäologe und Numismatiker. Die Arisierung der prähistorischen Sammlung von Robert Wadler durch das Naturhistorische Museum Wien (S. 431–441).
Christian Klösch: Die Provenienzforschung zu arisierten Kraftfahrzeugen am Beispiel des Kraftfahrzeugbestands des Technischen Museums Wien (S. 442–452).
Oliver Kühschelm: „Russenbriefe“ – verschleppte Privatkorrespondenz aus der Ukraine (S. 453–459).
Gabriele Anderl: „Sichergestellt“ in Simferopol: Die Geschenke des Fritz Manns an das Museum für Völkerkunde in Wien (S. 460–477).
Alexandra Caruso: Wien – New York und zurück. Von Arisierung und erschwerter Rückstellung. Ein Gespräch mit Alice Kantor (S. 478–496).

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