2019

Mittagsgespräch

mit

Prof. Matthias Weller/ Anne Dewey, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

zum Thema

Nach 20 Jahren „Washington Principles on Nazi-Confiscated Art“: Zeit für ein „Restatement of Restitution Rules“

am Mittwoch, den 18. September 2019 um 12 Uhr c.t.
Ahnensaal des Bundesdenkmalamtes, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.
Im Anschluss werden Erfrischungen gereicht.

Im April dieses Jahres haben an der Universität Bonn, Deutschland, unter Leitung des Inhabers der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Professur für Bürgerliches Recht, Kunst- und Kulturgutschutzrecht Matthias Weller Forschungsarbeiten zur internationalen Praxis der Restitution nationalsozialistischer Raubkunst begonnen. Das Forschungsprojekt zielt auf eine umfassende rechtsvergleichende Bestandsaufnahme und Analyse der internationalen Restitutionspraxis und soll abstrakte Entscheidungsregeln und die ihnen zugrundeliegenden Gerechtigkeitserwägungen feststellen. Das daraus zu entwickelnde Regelwerk versteht sich als Vorschlag und Argumentationshilfe für diejenigen, die über Restitutionen zu entscheiden oder Empfehlungen zu erarbeiten haben. Das Forschungsprojekt konzentriert sich auf diejenigen Staaten, die gemäß der 1998 beschlossenen „Grundsätze der Washingtoner Konferenz in Bezug auf Kunstwerke, die von den Nationalsozialisten beschlagnahmt wurden“ Restitutionskommissionen als alternative Mechanismen zur Klärung strittiger Eigentumsfragen vorhalten. Zu diesen Staaten gehört neben Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich auch Österreich (nach dem zeitgleich beschlossenen Kunstrückgabegesetz).
Das solchermaßen rechtsvergleichende Forschungsprojekt wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert. Das zu erarbeitende Regelwerk wird in englischer Sprache erarbeitet und zum Abschluss des fünfjährigen Projekts voraussichtlich 2024 veröffentlicht werden.
Angestoßen wurde dieses Projekt durch die Beobachtung, dass mittlerweile einerseits eine große Zahl an Empfehlungen und Entscheidungen ergangen ist, dass aber andererseits zunehmend Divergenzen in gleich gelagerten Fällen auftreten. Dies ist unvermeidbar und entspricht vollkommen der Entwicklung in anderen Rechtsgebieten. In den USA wird dann für einen solchen Bereich ein „Restatement“ erarbeitet. Ein solches nicht-bindendes Restatement sichtet und systematisiert das Fallmaterial eines neu gewachsenen
Rechtsbereichs und erarbeitet hieraus Entscheidungsregeln und kommentiert diese auch. Wenn es in einem bestimmten Punkt noch keine oder nur widersprüchliche Entscheidungen gibt, dann werden in dem Restatement denkbare Lösungen vorgeschlagen und argumentativ untermauert. Das renommierte American Law Institute (ALI) hat seit seiner Gründung 1923 nicht weniger als 28 hoch anerkannte „Restatements of the Law“ in ganz verschiedenen Rechtsbereichen erarbeitet. Auch die Europäische Kommission hat derartige Forschungsprojekte bereits durchgeführt. Diese erprobte Methode wird dem „Restatement of Restitution Rules“ zugrunde gelegt.

Kurzbiografien
Prof. Dr. Matthias Weller, Mag. rer. publ., ist Inhaber der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Professur für Bürgerliches Recht, Kunst- und Kulturgutschutzrecht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Deutschland. Diese reguläre Professur ist die erste in Deutschland, die speziell den Fragen des Kunst- und Kulturgutschutzrechts gewidmet ist. Zugleich ist Weller einer der beiden Direktoren des Bonner Instituts für deutsches und internationales Zivilverfahrensrecht. Er hat in Heidelberg und Cambridge studiert, war 1998 / 1999 Joseph Story Fellow of Private International Law an der Harvard Law School. Er wurde in Heidelberg promoviert und hat sich, nach vorübergehender anwaltlicher Tätigkeit, u. a. bei einem Rechtsanwalt beim deutschen Bundesgerichtshof in Revisionssachen, in Heidelberg habilitiert und die venia für Bürgerliches Recht einschließlich europäisches Privatrecht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung, Zivilprozessrecht und Urheberrecht erhalten. 2006 gründete er zusammen mit RA Dr. Nicolai Kemle das Heidelberger Institut für Kunst und Recht IFKUR e. V.

Wiss.-Mit. Anne Dewey studierte Rechtswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach erfolgreicher Absolvierung des Schwerpunktes im Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht studierte sie an der Université Paris Descartes (Paris V). Sie war in einer auf Kunstrecht spezialisierten Kanzlei als Praktikantin tätig und wirkte als studentische Hilfskraft am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht von Prof. Dr. Thomas Hoeren in Münster unter anderem an der „Art Law Clinic“ mit. Während und nach der Vorbereitung auf die erste juristische Staatsprüfung war sie in einer Wirtschaftskanzlei als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich des Urheberrechts beschäftigt. Nach erfolgreichem Bestehen der Prüfung im April 2019 arbeitet sie seit August 2019 am Lehrstuhl von
Prof. Dr. Matthias Weller (Mag. rer. publ.) am Forschungsprojekt „Restatement of Restitution Rules“.

Um Anmeldung wird gebeten: irene.skodler@bda.gv.at

Mittagsgespraech_2019-09-18


Vorschau

Workshop des Bundeskanzleramtes in Kooperation mit ICOM Österreich und dem Weltmuseum Wien.
Das Museum im kolonialen Kontext. Österreichische Bundesmuseen und Erwerbungen im 19. und 20. Jahrhundert
Mehr zu diesem Workshop finden Sie auf der Veranstaltungs-Seite.
17. Oktober 2019, Weltmuseum Wien, ganztägig

Mittagsgespräch mit Gabriele Anderl, „ … die plötzlich eingetretene starke Nachfrage aus dem
Altreich … “. Der Kunsthandel während der NS-Zeit im Spiegel der Ausfuhrakten des Bundesdenkmalamtes
4. Dezember 2019, 12:00 c. t.


Univ. Prof. Dr. Ilse Reiter-Zatloukal und Mag. Mathias Lichtenwagner

Buchpräsentation
„… um alle nazistische Tätigkeit und Propaganda in Österreich zu verhindern“
NS-Wiederbetätigung im Spiegel von Verbotsgesetz und Verwaltungsstrafrecht

am Mittwoch, 10. Juli 2019, um 12:00 Uhr c.t.
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.
Anschließend Erfrischungen im Vorraum des Ahnensaals

Österreich verpflichtete sich nach 1945, wirksame Gesetze gegen nationalsozialistische Wiederbetätigung zu erlassen, worauf sich auch das Titelzitat bezieht (Art. 9 des Staatsvertrags von Wien 1955). Es existieren heute gleich mehrere Gesetze, die diesen Zweck erfüllen: neben dem Verbotsgesetz sind dies das EGVG und das Abzeichengesetz, bedingt auch das Symbolegesetz.
Doch wie sieht die Praxis von Gerichten und Behörden bezüglicher dieser Gesetze aus? Welche finden häufiger Anwendung, welche Tücken birgt die polizeiliche Statistik? Wie stehen die unterschiedlichen Gesetze zueinander, wo ist jeweils die Grenze zu ziehen? In welchem innenpolitischen Kontext entstanden die Gesetze, welcher Reformbedarf kann für die jeweiligen Gesetze festgestellt werden und warum werden die Gesetze immer wieder in Frage gestellt?
Diesen Fragen ging u.a. Anfang 2018 eine Tagung nach, deren Ergebnisse Ende 2018 in einem Sammelband erschienen sind. Die HerausgeberInnen werden das im CLIO-Verlag erschienene Buch und die einzelnen Beiträge vorstellen und in einem Exkurs einen Einblick in die Praxis des Abzeichengesetzes geben.

Kurzbiografien
Mag. Mathias Lichtenwagner, Politikwissenschaftler; derzeit in der Restitutionsabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (ErbInnensuche) und externe Lehre am Institut für Politikwissenschaft (Univ. Wien); davor 2014–2018 Projektmitarbeiter in einem Projekt zur Wiener Erinnerungskultur zu Nationalsozialismus und Austrofaschismus (Politics of Remembrance and the Transition of Public Spaces, Institut für Staatswissenschaft, Univ. Wien); Publikationen und Forschung u.a. zu NS-Militärjustiz, Erinnerungskultur, Vergangenheitspolitik.

Univ. Prof. Dr. Ilse Reiter-Zatloukal, Juristin; stellv. Leitung des Instituts für Rechts- und Verfassungsgeschichte; Forschungsschwerpunkte: Rechts- und Verfassungsgeschichte im Austrofaschismus und Nationalsozialismus, Staatsbürgerschafts-/Migrationsrecht, Justizgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und juristische Berufsgeschichte (Rechtsanwaltschaft, Richterschaft), Geschlechtergeschichte; Publikationsverzeichnis:
https://homepage.univie.ac.at/ilse.reiter-zatloukal/PubVZ.pdf

Um Anmeldung wird gebeten: irene.skodler@bda.gv.at

Mittagsgespraech_2019-07-10


Vorschau
Vortrag von Prof. Matthias Weller am 18. September 2019 um 12 Uhr c.t. zum Thema „Nach 20 Jahren Washington Principles: Zeit für ein Restatement of Restitution Rules!“


Mittagsgespräch
Dr. Birgit Schwarz

zum Thema

Eine Schlüsselquelle zum NS-Kunstraub: Die Reisetagebücher von Hans Posse im Deutschen Kunstarchiv am Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg

am Mittwoch, 12. Juni 2019, um 12:00 Uhr c.t.
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.

Das Deutsche Kunstarchiv erstellt seit 2017 eine vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste geförderte kritische Online-Edition der fünf Reisetagebücher von Hans Posse (editionhansposse.gnm.de). Der Dresdner Galeriedirektor führte die Reisekladden auf seinen Dienstreisen als Sachbearbeiter Adolf Hitlers für Kunst- und Museumsfragen (1939 – 1942) ins „angeschlossene“ Österreich, die besetzten Länder Polen, Niederlande, Belgien, Frankreich, Tschechoslowakei sowie nach Italien und in die Schweiz. Der Vortrag wird die Edition vorstellen und die eminente Bedeutung dieser Quelle für die auf Kunstraub basierende NS-Kunst- und Museumspolitik an drei Beispielen vorführen: dem Kunstraub in Bayern, dem geplanten Zugriff auf die Louvre-Bestände im Zuge des NS-Reparationsprogramms und der Kooperation Posses mit den wissenschaftlichen Auslandsinstituten in Italien.

Kurzbiografie
Nach Studium der Kunstgeschichte und Promotion sowie einem wissenschaftlichen Volontariat an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe arbeitete Birgit Schwarz freiberuflich im Museums- und Ausstellungsbereich sowie an verschiedenen Universitäten als Kuratorin, Autorin, Lektorin und Provenienzforscherin. Sie legte zahlreiche Publikationen zur Kunst und Sammlungsgeschichte des 20. Jahrhunderts vor, zum NS-Kunstraub, zur NS-Kunstpolitik sowie zu Hitler als Kunstsammler. Zur Zeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste geförderten Editionsprojektes „Kommentierte Online-Edition der fünf Reisetagebücher Hans Posses (1939 – 1942) im Deutschen Kunstarchiv am Germanischen Nationalmuseum“.

Um Anmeldung wird gebeten: irene.skodler@bda.gv.at

Mittagsgespraech_2019-06-12


Mittagsgespräch
Konstantin Ferihumer

zum Thema

„Arisierung“ als Form sozialer Praxis am Beispiel der Wiener Uhren- und Juwelenbranche – Ein Werkstattbericht

am Mittwoch, 15. Mai 2019, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich im März 1938 waren die Wiener Handwerks- und Handelsbetriebe Ziel umfassender „Branchenarisierungen“. Doch was heißt es eigentlich, eine ganze Branche zu „arisieren“? Handelt es sich um einen von oben, durch Institutionen wie die Vermögensverkehrsstelle zentral gesteuerten, oder vielmehr um einen von unten betriebenen Prozess? Um diesen Fragen nachzugehen, nimmt der Vortrag das sich 1938 rasch formierende Netzwerk der „Arisierung“ der Wiener Uhren- und Juwelenbranche in den Fokus. Ziel ist es einerseits zu zeigen, wem es in dieser Frühphase wie gelang, Machtpositionen zu besetzen, und andererseits sichtbar zu machen, wie die Akteurinnen und Akteure ihre neu gewonnenen Handlungsspielräume im Arbeitsalltag unmittelbar zur Anwendung brachten. Anhand dieser Aspekte wird dargestellt, wie „Arisierung“ durch ihre mikrosoziologische Rekonstruktion innerhalb der gesetzlichen wie institutionellen Rahmensetzung des NS-Regimes verortet werden kann, und welche Erkenntnisse diese Grundlagenforschung für die Provenienzforschung bereithält.

Kurzbiografie
Konstantin Ferihumer studierte Politikwissenschaft an der Universität Wien. 2013–2016 war er Mitarbeiter am Institut Kunstsammlung und Archiv der Universität für angewandte Kunst Wien. Seit 2016 ist er als Provenienzforscher im Auftrag der Kommission für Provenienzforschung an der Akademie der bildenden Künste Wien und seit 2018 zudem als Redakteur für das Lexikon der österreichischen Provenienzforschung tätig.

Um Anmeldung wird gebeten: irene.skodler@bda.gv.at

Programm_Mittagsgespraech_BF


Vorschau

Vortrag von Birgit Schwarz am 12. Juni 2019, 12:00, zum Thema „Eine Schlüsselquelle zum NS-Kunstraub: Die Reisetagebücher von Hans Posse im Deutschen Kunstarchiv am Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg“


Erster Internationaler Tag der Provenienzforschung

10. April 2019

Die Kommission für Provenienzforschung lädt zum Ersten Internationalen Tag der Provenienzforschung am 10. April 2019. Angeboten werden unterschiedliche Veranstaltungen, darunter ein Mittagsgespräch mit Prof. Christoph Zuschlag (Bonn), Vorträge und Expertengespräche an den verschiedenen Bundesmuseen und Institutionen sowie digitale Initiativen.

Der Aktionstag ist eine Initiative des Arbeitskreises Provenienzforschung e. V. Neben Österreich nehmen mehr als 60 Kultur-
institutionen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und der Schweiz teil, um aktuelle Forschungen zur Herkunft der öffentlichen Sammlungen durch Führungen, Präsentationen, Ausstellungen und diverse digitale Initiativen zu vermitteln.

Zukünftig wird der Tag der Provenienzforschung jedes Jahr am 2. Mittwoch im April stattfinden. Er soll dazu beitragen, das vielfältige Tätigkeitsfeld von international agierenden Provenienzforscherinnen und Provenienzforschern einem breiten Publikum bekannt zu machen.

Eine tabellarische Übersicht der teilnehmenden Kulturinstitutionen findet sich auf der Website des Arbeitskreises Provenienzforschung: www.arbeitskreis-provenienzforschung.org/index.php?id=tag-der-provenienzforschung

 

Veranstaltungen der Kommission für Provenienzforschung:

10:00–11:00
Albertina: Studiensaal
Einblick in die Provenienzforschung an einer grafischen Sammlung

10:00–11:00
Fachbereichsbibliothek Anglistik und Amerikanistik der Universität Wien
Universitätsbibliothek Wien: 15 Jahre Provenienzforschung in der Universitätsbibliothek Wien

11:00–12:00
Kunsthistorisches Museum Wien
Führung Wege ins Museum. Drei Beispiele aus der Gemäldegalerie

12:00–13:00
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts
Mittagsgespräch: Christoph Zuschlag, Vom Iconic Turn zum Provenancial Turn? Überlegungen zur Zukunft der Provenienzforschung

14:00–15:00
Albertina, Studiensaal
Einblick in die Provenienzforschung an einer grafischen Sammlung

14:00–15:30
Kunsthistorisches Museum Wien
Provenienzforschung im Kunsthistorischen Museum Wien. Archivalische Spurensuche und Online-Projekte zum NS-Kunstraub

15:00–16:30
Belvedere, Research Center
Tag der Frauen – Provenienzforschung in der Österreichischen Galerie Belvedere

16:00–17:00
Kunsthistorisches Museum Wien
Führung Wege ins Museum. Drei Beispiele aus der Gemäldegalerie

16:00–17:30
Technisches Museum Wien
Führung durch die Ausstellung Inv. Nr. 1938 – Provenienzforschung am Technischen Museum Wien

16:00–18:00
Volkskundemuseum Wien
Spezialführung Sichtbare Lücken in der Schausammlung des ÖMV nach der Restitution der Sammlung Mautner

Digitale Initiativen:

Akademie der bildenden Künste Wien
https://www.facebook.com/akademiegalerie/
Anlässlich des Ersten Internationalen Tag der Provenienzforschung wird der erste Provenienzforschungs-Werkstattbericht online gestellt.

Museum für Angewandte Kunst
https://twitter.com/ @MAKWien @L_Weidinger
The Story of a Gaming Table: Über stündliche Twittermeldungen wird am 10.4.2019 die Geschichte eines Spieltischs erzählt.

Lexikon der österreichischen Provenienzforschung
http://www.lexikon-provenienzforschung.org/
Ankündigung: Zeitnah werden neue Artikel des Lexikons der österreichischen Provenienzforschung zu erwarten sein

Online-Edition der Zentraldepot-Karteien
https://www.zdk-online.org/
Ankündigung: Erweiterung der Online-Edition der Zentraldepot-Karteien

 

Vorträge / Führungen / Werkstattgespräche
Albertina: Einblick in die Provenienzforschung an einer grafischen Sammlung

Die im Auftrag der Kommission für Provenienzforschung an der Albertina tätige Kunsthistorikerin Mag. Julia Eßl untersucht die Sammlungsbestände des Hauses hinsichtlich Erwerbungen, die sich heute in Folge einer NS-Entziehung im Besitz der Albertina befinden. Anlässlich des Ersten Internationalen Tages der Provenienz-forschung lädt sie zu einem Werkstattgespräch, bei dem sie Einblicke in ihre Tätigkeit als Provenienzforscherin gibt.

Zeit: 10. April 2019, 10:00 Uhr und 14:00 Uhr
Ort: Studiensaal der Albertina (Konferenzraum), Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Anmeldung unter https://www.albertina.at/besuch/programm/tag-der-provenienzforschung und https://www.facebook.com/AlbertinaMuseum/

Vorträge / Führungen / Werkstattgespräche
Universitätsbibliothek Wien: 15 Jahre Provenienzforschung in der Universitätsbibliothek Wien. Einblick in ausgewählte Bestände. ExpertInnengespräch mit Markus Stumpf, Olivia Kaiser und Monika Schreiber

Der Arbeitsbereich Provenienzforschung der Universitätsbibliothek Wien präsentiert anlässlich seiner 15jährigen Tätigkeit anhand ausgewählter Beispiele Ergebnisse aus den Bibliotheken, Archiven und Sammlungen der Universität Wien.

Zeit: 10. April 2019, 10:00 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde
Ort: Fachbereichsbibliothek Anglistik und Amerikanistik der Universität Wien, Spitalgasse 2, Hof 8 (Campus), 1090 Wien, TV-Raum,
1. Stock

Keine Anmeldung erforderlich
http://bibliothek.univie.ac.at/provenienzforschung.html

Vorträge / Führungen / Werkstattgespräche
Kunsthistorisches Museum: Führung Wege ins Museum und Vortrag Provenienzforschung im Kunsthistorischen Museum Wien

Wege ins Museum. Drei Beispiele aus der Gemäldegalerie. Führung von Monika Löscher, Susanne Hehenberger und Rolf Wienkötter
Provenienzforscherin Dr. Monika Löscher, Archivarin Dr. Susanne Hehenberger und Kunstvermittler Mag. Rolf Wienkötter thematisieren anlässlich des Ersten Internationalen Tages der Provenienzforschung bei einer Führung in der Gemäldegalerie die Geschichte dreier Bilder und ihrer EigentümerInnen in der NS-Zeit und fragen, wann und auf welchem Weg die Bilder schließlich ins Kunsthistorische Museum gelangten.

Zeit: 10. April 2019, 11:00 Uhr und 16:00 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde
Ort: Kunsthistorisches Museum Wien, Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien, Treffpunkt im Foyer

Keine Anmeldung erforderlich

Provenienzforschung im Kunsthistorischen Museum Wien. Archivalische Spurensuche und Online-Projekte zum NS-Kunstraub. Vortrag von Monika Löscher und Susanne Hehenberger
Provenienzforscherin Dr. Monika Löscher blickt in diesem Vortrag auf mehr als 20 Jahre Provenienzforschung im Kunsthistorischen Museum zurück. Sie erläutert die Ausgangslage und zeigt die Ergebnisse der oft langwierigen Spurensuche in verschiedenen Archiven auf. Archivarin Dr. Susanne Hehenberger berichtet über zwei rezente Online-Projekte, bei denen das Kunsthistorische Museum Wien mit der Kommission für Provenienzforschung zusammenarbeitet: die Quellenedition der Karteikarten zum sogenannten Zentraldepot für beschlagnahmte Sammlungen (www.zdk-online.org) und das Lexikon der österreichischen Provenienzforschung (www.lexikon-provenienzforschung.org).

Zeit: 10. April 2019, 14:00 Uhr, Dauer: ca. 1,5 Stunden
Ort: Kunsthistorisches Museum Wien, Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien, Vortragsraum im 2. Stock

Keine Anmeldung erforderlich

http://www.khm.at/de/erfahren/forschung/provenienzforschung/tag-der-provenienzforschung/

Mittagsgespräch
Christoph Zuschlag: Vom Iconic Turn zum Provenancial Turn? Überlegungen zur Zukunft der Provenienzforschung

Über 20 Jahre sind nach der Washingtoner Konferenz vergangen, auf der die internationale Staatengemeinschaft Grundsätze für die Rückgabe von Vermögenswerten aus der NS-Zeit (wie etwa Raubkunst) beschlossen hat. Zeit, Bilanz zu ziehen und den Blick nach vorne zu richten: Wie hat sich die Provenienz-forschung bislang inhaltlich und methodisch entwickelt, wie könnte ihre Zukunft aussehen? Im Vortrag wird die These entwickelt, dass unser heutiges Wissen um die Bedeutung von Provenienzen unseren Umgang mit Kulturgütern nachhaltig und tiefgreifend verändern wird, dass Provenienz sogar das Potential hat, ein neues Paradigma in den Kultur- und Geisteswissenschaften zu werden. Ist es also an der Zeit, einen »provenancial turn« auszurufen?

Prof. Dr. Christoph Zuschlag ist Inhaber der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Professur für Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart (19.-21. Jh.) mit Schwerpunkt Provenienzforschung / Geschichte des Sammelns

Vita und Schriftenverzeichnis: https://www.khi.uni-bonn.de/de/Institut/Personen/christoph-zuschlag

Zeit: 10. April 2019, 12:00 Uhr c.t.
Ort: Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.

Um Anmeldung wird gebeten: irene.skodler@bda.gv.at

Im Anschluss werden Erfrischungen gereicht.

Vorträge / Führungen / Werkstattgespräche
Belvedere: Tag der Frauen – Provenienzforschung in der Österreichischen Galerie Belvedere

Im Unteren Belvedere Wien wird derzeit die Ausstellung »Stadt der Frauen, Künstlerinnen in Wien von 1900 bis 1938« gezeigt. Die Präsentation der Provenienzforscherin Katinka Gratzer-Baumgärtner fokussiert auf die Vermittlung der am Haus angewandten Provenienzforschungspraxis und ihrer Arbeitsabläufe am Beispiel ausschließlich von Künstlerinnen geschaffener Objekte.

Zeit: 10. April 2019, 15:00–16:30 Uhr
Ort: Research Center, Rennweg 4, 1030 Wien

Kontakt: +43 1 79557-233, public@belvedere.at
Weitere Infos und Anmeldung unter https://www.belvedere.at/de/events&et=ET000085296

Vorträge / Führungen / Werkstattgespräche
Technisches Museum Wien: Führung durch die Ausstellung Inv. Nr. 1938 – Provenienzforschung am Technischen Museum Wien

Die öffentliche Diskussion um Provenienzforschung wird beherrscht von der Frage der Rückgabe von wertvollen Kunstgegenständen. Dabei wird meist übersehen, dass während der Zeit des Nationalsozialismus insbesondere auch Objekte des alltäglichen Lebens, wie Radio- und Fotoapparate, Möbel, Fahrräder, Musikinstrumente, Wäsche, Autos, Motorräder oder auch Durchlauferhitzer von »rassisch« und »politisch« verfolgten Personen gestohlen wurden. Seit 1998 wird die Sammlung des Technischen Museums Wien nach NS-Raubgut untersucht, um in weiterer Folge die rechtmäßigen EigentümerInnen ausfindig zu machen. Christian Klösch, Leiter der Abteilung für Provenienzforschung am TMW, wird Einblicke in seine praktische Arbeit und zu geklärten wie ungeklärten Fällen der Provenienzforschung am Haus geben.

Zeit: 10. April 2019, 16:00 Uhr
Ort: Technisches Museum Wien, Mariahilfer Str. 212, 1140 Wien
Treffpunkt: Kassenhalle

Um Anmeldung wird gebeten: https://www.technischesmuseum.at/event/inventarnummer-1938-ort-des-gedenkens

Vorträge / Führungen / Werkstattgespräche
Volkskundemuseum Wien: Spezialführung Sichtbare Lücken in der Schausammlung des ÖMV nach der Restitution der Sammlung Mautner

Spezialführung zum Tag der Provenienzforschung Sichtbare Lücken in der Schausammlung des ÖMV nach der Restitution der Sammlung Mautner; Führung mit Kathi Zwerger-Peleska, Kulturvermittlerin, und Claudia Spring, Provenienzforscherin

Zeit: 10. April 2019, 16:00–18:00 Uhr
Ort: Volkskundemuseum Wien, Laudongasse 15–19, 1080 Wien

Um Anmeldung wird gebeten: Claudia.Spring@volkskundemuseum.at
www.volkskundemuseum.at/fuehrung_provenienzforschung

Digitale Initiativen
Akademie der bildenden Künste Wien

Anlässlich des Ersten Internationalen Tag der Provenienzforschung wird der erste Provenienzforschungs-Werkstattbericht online gestellt unter: https://www.facebook.com/akademiegalerie/ Diesem Auftakt folgend, werden kontinuierliche weitere solche Kurzberichte gepostet, die Einblicke in verschieden Aspekte der alltäglichen Arbeitsabläufe der Provenienzforschung an der Akademie der bildenden Künste Wien geben. Ergänzende Informationen zum Tag der Provenienzforschung sowie zu aktuellen Ergebnissen der Provenienzforschung in den hauseigenen Sammlungen werden auf der Homepage der Akademie der bildenden Künste präsentiert.

https://www.akbild.ac.at/
https://www.facebook.com/akademiegalerie/

Digitale Initiativen
Museum für Angewandte Kunst / Leonhard Weidinger: The Story of a Gaming Table

Über stündliche Twittermeldungen wird am 10.4.2019 die Geschichte eines Spieltischs erzählt, der durch die Provenienzforschung im MAK als Objekt der Sammlung Louis Rothschild identifiziert wurde. Der Spieltisch ist das einzige von den über 1.000 vom MAK seit 1946 restituierten Objekten, das sich wieder in der Sammlung befindet, weil es dem Museum von den ErbInnen geschenkt wurde.

https://twitter.com/ @MAKWien @L_Weidinger

Digitale Initiativen
Ankündigung:
Zeitnah werden neue Artikel des Lexikons der österreichischen Provenienzforschung zu erwarten sein,
http://www.lexikon-provenienzforschung.org/

Alfred Arnstein, Akademischer Verein jüdischer Mediziner, Bibliothek Sassenbach, Richard Ernst, Erich Franz Fiala, Julius Freund, Bergungsstelle Gaming, David Goldmann, Adolf Irtl, Johann Klinkhoff, Krummbaum-gasse, Richard Lanyi, Bergungsstelle Lauffen, Franz Löwy, Wilhelm Müller-Hofmann, Rudolf Noll, Fritz Novotny, Karl Ortner, Adele Pächter, Leopold Ruprecht Bergungsstelle Steinbach bei Göstling, Vermögens-verkehrsstelle, VUGESTA.

Digitale Initiativen
Ankündigung:
Erweiterung der Online-Edition der Zentraldepot-Karteien
https://www.zdk-online.org/

Die seit Dezember 2017 verfügbare Online-Edition der Zentraldepot-Karteien, eine erfolgreiche Kooperation zwischen dem Kunsthistorischen Museum und der Kommission für Provenienzforschung, die das BDA-Archiv betreut, wird im April 2019 um rund 400 gescannte und durchsuchbare Karteikarten erweitert, die kürzlich im Zuge von Inventarisierungsarbeiten im KHM-Archiv entdeckt wurden.

Programm_Tag der Provenienzforschung


Mittagsgespräch
Dr. Britta Olényi von Husen und Dr. Marcus Leifeld
(Referat für Museumsangelegenheiten, Provenienzforschung der Stadt Köln)

zum Thema

Aktuelle Forschungen zu Provenienzen und Genese der Wiener Sammlung Heinrich Rieger – ein Aquarell von Egon Schiele

am Donnerstag, 21. Februar 2019, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.

um Anmeldung wird gebeten: irene.skodler@bda.gv.at


Lexikon der österreichischen Provenienzforschung

Dienstag, 29. Jänner 2019, 18:30 Uhr
Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte
Campus der Universität Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1.12, 1090 Wien

Programm:
Grußworte
Oliver Rathkolb | Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien
Christoph Bazil | Leiter der Abteilung II/4: Denkmalschutz und Kunstrückgabeangelegenheiten
im Bundeskanzleramt
Sebastian Schütze | Dekan der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der
Universität Wien

Entstehung und Intention des Lexikons der österreichischen Provenienzforschung
Pia Schölnberger | Provenienzforscherin in der Albertina im Auftrag der Kommission
für Provenienzforschung 2011-2017, derzeit Bundeskanzleramt,
Sektion Kunst und Kultur

Das Lexikon der österreichischen Provenienzforschung im Kontext der
Digitalisierungsinitiativen der Kommission für Provenienzforschung
Leonhard Weidinger | Provenienzforscher im MAK im Auftrag der Kommission für
Provenienzforschung, Konzeption und Leitung zahlreicher Digitalisierungsprojekte

Aus der Redaktionswerkstatt
Konstantin Ferihumer | Provenienzforscher an der Akademie der bildende Künste
Wien im Auftrag der Kommission für Provenienzforschung und Redakteur des Lexikons
der österreichischen Provenienzforschung (seit 2018)
Susanne Hehenberger | Kuratorin im Archiv des Kunsthistorischen Museums und
Redakteurin des Lexikons der österreichischen Provenienzforschung (seit 2018)

Kommentar
Bertrand Perz | Universitätsprofessor für Zeitgeschichte der Universität Wien

Moderation
Markus Stumpf | Leiter der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte und der
NS-Provenienzforschung der Universität Wien

Im Anschluss laden wir zu Brot und Wein.
www.lexikon-provenienzforschung.org


2018

Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung
Präsentation von Band 8

Eva Blimlinger
Heinz Schödl (Hg.)
…(k)ein Ende in Sicht. 20 Jahre Kunstrückgabegesetz in Österreich

Seit 1998 untersuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommission für Provenienzforschung die österreichischen Bundesmuseen und Sammlungen auf entzogene Objekte. Auch in den wissenschaftlichen Institutionen der Bundesländer ist Provenienzforschung fest etabliert. Band 8 resümiert diese 20 Jahre, gibt einen Ausblick auf die europäische Situation und stellt exemplarisch untersuchte Fälle dar. Im internationalen Vergleich gilt das österreichische Modell als best-practice.

Begrüßung
Gernot Blümel
Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien

Zum Band
Rektorin Mag. Eva Blimlinger
wissenschaftliche Koordinatorin der Kommission

20 Jahre Kunstrückgabegesetz
Univ.Prof. Dr. Clemens Jabloner
Vorsitzender des Kunstrückgabebeirats

Provenienzforschung 2018 – Bilanz & Ausblick
PD Dr. Christian Fuhrmeister
Zentralinstitut für Kunstgeschichte München

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 18 Uhr
Bundeskanzleramt, Kongresssaal
Ballhausplatz 2
1010 Wien
U.A.w.g.: irene.skodler@bda.at


Internationale Tagung im Technischen Museum Wien 23. und 24. Oktober 2018.
„Heute ist Krieg und da ich mitten drin bin, werde ich euch alles schildern…“ Die geraubten Briefe aus der ukrainischen Stadt Kamenez Podolsk 1941/42.

Das Technische Museum Wien restituierte 2009 und 2016 1.200 ungelesene Briefe aus einem ukrainischen Postamt an die Ukraine. Im Zuge eines Forschungsprojekts des „Nationalen Museum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg“ konnten fast 600 Nachkommen ausgeforscht werden. Ein Teil der Briefe konnte so nach über 70 Jahren zugestellt werden. Eine internationale Tagung beschäftigt sich mit der Restitution der Briefe, der Übergabe an die Nachkommen sowie deren Bedeutung für die Forschung des Holocausts und der ukrainischen Geschichte. Neben WissenschafterInnen aus Deutschland, Österreich und der Ukraine kommen auch Nachkommen zu Wort, an die die Briefe zurückgegeben wurden.

Dienstag, 23. Oktober 2018
13:00–13:30
Begrüßung:
Generaldirektorin Dr. Gabriele Zuna-Kratky, Technisches Museum Wien
Ministerialrat Dr. Christoph Bazil, Bundeskanzleramt
Eröffnung:
Seine Exzellenz Botschafter Dr. Olexander Scherba
13:30–15:00: Panel 1: Ukraine Weltkrieg/Holocaust/Besatzung
• Wolfgang Mueller (Uni Wien): Der Zweite Weltkrieg und die Ukraine
• Andrij Kudrjatschenko (Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine Kiew):
Der Holocaust im historischen Gedächtnis der Ukrainer
15:00–15:30: Kaffeepause
15:30–17:00: Panel 2: Feldpostbriefe und Briefsammlung in Museen
• Oliver Kühschelm /Christian Klösch (Uni Wien / TM Wien):
Die Entdeckung der „Russenbriefe“ / Biografie Oehlschlager
• Mirko Herzog (TM Wien):
Feldpostbriefe in der Sammlung im Technischen Museum Wien
• Veit Didczuneit (Museum für Kommunikation Berlin): „Bitte nehmen Sie die Briefe …“
Die Sammlung von Feldpostbriefen im Museum für Kommunikation Berlin
17:00–17:30: Kaffeepause
17:30–19:00: Panel 3: Briefe als historische Quellen
• Walter Manoschek (Uni Wien):
Der Holocaust in Feldpostbriefen von Wehrmachtsangehörigen
• Angelika Brechelmacher (Alpen Adria Uni Klagenfurt/Wien):
POST41 – Postkarten aus dem Ghetto Litzmannstadt
Anschließend Abendempfang

Mittwoch, 24.Oktober 2018
09:00–11:30: Panel 4: Die geraubten Briefe aus Kamenez Podolsk
• Ljubow W. Legasowa (Nationalmuseum der Geschichte der Ukraine im Zweiten
Weltkrieg Kiew): Ungelesene Botschaften des Jahres 1941 – Menschliche Schicksale
in Briefen
• Gespräch mit Wiktoria B. Strelkowskaja, Kiew und Elwira L. Smolenskaja, Koblenz, und
Wiktoria Chomjakowa, Koblenz, Familienangehörige, an die Briefe restituiert wurden.
• Jörg Moreé (Deutsch-Russisches Museums Berlin-Karlshorst Berlin):
Die Ausstellung „Juni Briefe. Ungelesene Feldpost aus Kamenez -Podolsk“ in Berlin
11:30–11:45: Kaffeepause
11:45–13:00: Panel 5: Restitution Ukraine/Deutschland/Polen/Österreich
• Wiktoria Soloschenko (Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine):
Deutschland, Polen und die Ukraine. Kooperation bei der Restitution von
Raub- und Beutekunst
• Gabriele Anderl (Wien): Die Restitution von Textilien aus dem Weltmuseum Wien
an die Ukraine

Die Vorträge werden auf Ukrainisch und Deutsch gehalten und simultan übersetzt.
Während der Tagung werden im Festsaal Teile der Ausstellung „Juni Briefe.
Ungelesene Feldpost aus Kamenenz-Podolsk 1941“ des Deutsch-Russischen
Museums Berlin-Karlshorst und des Nationalmuseum der Geschichte der Ukraine im
Zweiten Weltkrieg zu sehen sein.

Anmeldung:
https://www.technischesmuseum.at/home/shop/buchung/eventid/60317


Abendvortrag
Simon Goodman
zum Thema

70 years on, restitution remains a challenge

am Montag, 15. Oktober 2018, um 18.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
Dr. Carolin Lange
zum Thema

Am Vorabend der Deportation abgegeben…
Jüdisches Eigentum in nicht-jüdischen Familien und die private Rezeption des Holocaust.

am Donnerstag, 11. Oktober 2018, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.
um Anmeldung wird gebeten: irene.skodler@bda.gv.at


Mittagsgespräch
Julien Acquatella , Leiter der Außenstelle CIVS Berlin
(Kommission für die Entschädigung der Opfer von Enteignungen aufgrund der antisemitischen Gesetzgebung während der Okkupationszeit).
zum Thema

Provenienzforschung, Entschädigung, Restitution.
Das neue französische Modell zur Erforschung von NS-Raubkunst.

am Freitag, 5. Oktober 2018, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Workshop „Digitale Provenienzforschung“,
20. und 21. September 2018, Wien

Anlässlich „20 Jahre Washington Principles“ und „20 Jahre österreichisches Kunstrückgabegesetz“ veranstaltet die Kommission für Provenienzforschung in Kooperation mit dem Institut für Geschichte der Universität Wien am 20. und 21. September 2018 in Wien den Workshop „Digitale Provenienzforschung“. In fünf Panels werden ExpertInnen aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Österreichs Themen aus der digitalen Praxis der Provenienzforschung – auch unter Beteiligung des Auditoriums – diskutieren. Das detaillierte Programm finden Sie unten.

Veranstaltungsort ist der Hörsaal 1 des Gebäudes WS29 der Universität Wien, Währinger Straße 29, 1090 Wien.

Wenn Sie als Gast am Workshop teilnehmen wollen, melden Sie sich bitte verbindlich unter provenienzforschung@bda.gv.at an.

DONNERSTAG, 20. SEPTEMBER 2018

10.00–11.00
Heinz Schödl (Kommission für Provenienzforschung), Peter Becker (Institut für Geschichte):
Begrüßung
Anton Tantner (Institut für Geschichte):
Key Note Lecture: „Die Anfänge der Digitalisierung“
Leonhard Weidinger (Kommission für Provenienzforschung):
Einführung

11.00–12.30
Panel 1: Provenienzforschung und Museums- und Bibliotheksdatenbanken
– Peter Kloser (Kunsthistorisches Museum Wien)
– Christian Klösch (Technisches Museum Wien)
– Hester Kuiper (Rijksmuseum, Amsterdam)
– Carina Merseburger (Staatliche Kunstsammlungen Dresden)
– Markus Stumpf (Universitätsbibliothek der Universität Wien)

12.30–14.00
Mittagspause

14.00–15.30
Panel 2: Digitale Plattformen als interne Arbeitstools
– Konstantin Ferihumer (Kommission für Provenienzforschung, Akademie der bildenden Künste Wien)
– Dorothee Haffner (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin)
– Meike Hopp (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München)
– Iris Petrinja (Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus)

15.30–16.30
Kaffeepause

16.30–18.00
Panel 3: Digitalisierung von Quellen / Kooperationen mit Archiven
– Susanne Hehenberger (Kunsthistorisches Museum Wien)
– Stefanie Jost (Bundesarchiv Berlin)
– Hannes Kulovits (Österreichisches Staatsarchiv, Wien)
– Beate Schreiber (Facts & Files, Berlin)
– Matthias Weller (Universität Bonn)

FREITAG, 21. SEPTEMBER 2018

09.00–10.30
Panel 4: Erfassung und Analyse von Provenienzmerkmalen
– Julia Eßl (Kommission für Provenienzforschung, Albertina, Wien)
– Sebastian Finsterwalder (Zentral- und Landesbibliothek Berlin)
– Peter Fuhring (Fondation Custodia / Collection Frits Lugt, Paris)
– Christian Huemer (Belvedere Research Center, Wien)

10.30–11.00
Kaffeepause

11.00–12.30
Panel 5: Online-Projekte zur Provenienzforschung
– Andrea Baresel-Brand (Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg)
– Elisabeth Furtwängler (Technische Universität Berlin)
– Meike Hoffmann (Freie Universität Berlin)
– Christa Müller (Österreichische Nationalbibliothek, Wien)
– Brigitte Reineke (Deutsches Historisches Museum, Berlin)

12.30–14.00
Mittagspause

14.00–15.00
Abschlussdiskussion


Mittagsgespräch
Dr. Johannes Nathan
zum Thema

Pflichtversicherungen gegen Ansprüche auf Kulturgut?
Ein Vorschlag zur nachhaltigen Konfliktlösung zwischen Anspruchstellern und Besitzern
von Raubkunst

am Donnerstag, 28. Juni 2018, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung
Präsentation von Band 7

Dr. Birgit Schwarz
Hitlers Sonderauftrag Ostmark

Einleitende Worte
Rektorin Mag. Eva Blimlinger

Zum Band

Dr. Birgit Schwarz

Klimt und Klaviere

20 Jahre Kommission für Provenienzforschung
Dr. Monika Löscher

Erfrischungen

Mittwoch, 20. Juni 2018, 18.30 Uhr
Österreichisches Theatermuseum
Palais Lobkowitz, Eroica Saal
Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien
u. A.w.g. an: irene.skodler@bda.gv.at


Mittagsgespräch
mit

Dr. Marcus Kenzler
zum Thema

Provenienzforschung in Oldenburg: Die „Restitutionssammlung“

am Donnerstag, 14. Juni 2018 um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
Mag. Julia Eßl
zum Thema

Zeitzeugnisse – Arthur Roesslers Tagebuchaufzeichnungen  und Notizen als Quelle für die (Provenienz)forschung

am Mittwoch, 30. Mai 2018 um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
Stephan Turmalin, MA
Präsentation seines Buches

Die Sammlung alter Musikinstrumente des Kunsthistorischen Museums in Wien während der Zeit des Nationalsozialismus (Mandelbaum Verlag 2018)

am Donnerstag, 3. Mai 2018, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Die Kommission für Provenienzforschung
lädt zur Vorstellung des

Handbook on Judaica Provenance Research

mit

Felicitas Heimann-Jelinek, Julie-Marthe Cohen und Wesley Fisher

am Mittwoch, 17. Jänner 2018, um 16.00 Uhr
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.

Flyer siehe unten


2017

Die Kommission für Provenienzforschung und das Kunsthistorische Museum
laden anlässlich des Launchs der Website

www.zdk-online.org

zu einem
Mittagsgespräch
mit

Mag. Lisa Frank, Dr. Susanne Hehenberger, Mag. Peter Kloser, Mag. Leonhard Weidinger
zum Thema

Digitalisierung und Online-Publikation der Zentraldepotkartei(en)

am Freitag, 1. Dezember 2017, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.

um Anmeldung wird gebeten: irene.skodler@bda.gv.at


Mittagsgespräch
Dr. Christine Kanzler
zum Thema

Flucht in die Tropen – Österreichisches Exil auf den Philippinen

am Donnerstag, 12. Oktober 2017, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
Kristian Jensen, R, PhD FSA
Head of Collections and Curation
The British Library

zum Thema

Work on Nazi spoliated property in UK national institutions:
The example of the British Library

am Freitag, 2. Juni 2017, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.
(Der Vortrag wird in englischer Sprache stattfinden)


Mittagsgespräch
Dr. Andrea Baresel-Brand
zum Thema

Provenienzrecherche Gurlitt
Ziele und Möglichkeiten

am Donnerstag, 6. April 2017, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
Dr. Waltraud Maria Bayer
zum Thema

Wem gehören Cranachs „Adam und Eva“?
Zur Aktualität der sowjetischen Kunstexporte der Zwischenkriegszeit.

am Donnerstag, 16. März 2017, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
Dr. Sven Papstmann
zum Thema

Von Wien nach Leipzig
Provenienzforschung zur Niederländischen Malerei am Beispiel der Sammlung Dr. Viktor Bloch

am Mittwoch, 15. Februar 2017, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
Dr. Susanne Köstering
zum Thema

Provenienzforschung im Kontext – Museumsgeschichte und Nationalsozialismus

am Mittwoch, 11. Jänner 2017, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


2016

Mittagsgespräch
Justus Düren
zum Thema

Sonderauftrag Münzkabinett im Kunstmuseum Linz – Eine Übersicht

am Mittwoch, 21. Dezember 2016, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
Justus Düren
zum Thema

Provenienzforschung in der Bibliothek des Bundesdenkmalamtes
Ein Zwischenbericht

am Mittwoch, 23. November 2016, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
Dr. Anna Ziemlewska
zum Thema

Karl Lanckoroński – „Der letzte Humanist der europäischen Aristokratie“

am Mittwoch, 16. November 2016, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
Dr. Marlies Coburger und Dr. Gabriela Ivan
zum Thema

Provenienzforschung in der Provinz
Zu den Erstchecks an kleinen und mittleren Museen im Land Brandenburg seit 2012
Methoden, Ergebnisse, Erfahrungen

am Donnerstag 20. Oktober 2016, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
Dr. Irene Messinger
zum Thema

Scheinehe als Flucht- und Überlebensstrategie in der NS-Zeit

am Donnerstag 29. September 2016, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.

um Anmeldung wird gebeten: irene.skodler@bda.gv.at


Leon-Zelman-Preis für Dialog und Verständigung 2016 geht an Gabriele Anderl
In diesem Jahr geht der Leon Zelman Preis 2016 an die Historikerin und Journalistin Gabriele Anderl.
Lesen Sie mehr »


Mittagsgespräch
Dr. Silke Reuther
zum Thema

Der Kunstsammler und Händler Johannes Jantzen aus Bremen.
Eine biographische Skizze.

am Mittwoch, 22. Juni 2016, um 12.00 Uhr c.t.
Grillparzerhaus (ehem. Hofkammerarchiv), 1010 Wien, Johannesgasse 6


Mittagsgespräch
mit

Dr. Gabriele Anderl
zum Thema

„ARS UNA“ – Eduard von der Heydt: Bankier und Sammler europäischer und außereuropäischer Kunst

am Mittwoch, 11. Mai 2016, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
Dr. Antonija Mlikota
zum Thema

Provenance Research in Croatia

am Montag, 2. Mai 2016, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.
(Der Vortrag wird in englischer Sprache stattfinden.)


Präsentation von Band 6 der Schriftenreihe

Pia Schölnberger, Sabine Loitfellner (Hg.),
Bergung von Kulturgut im Nationalsozialismus
Mythen – Hintergründe – Auswirkungen

Dienstag, 19. April 2016, 18.30 Uhr,
Hohenstaufengasse 3, Kassensaal,
1010 Wien

205-20093-2_SU_schoelnberger.indd  Band 6 Praesentation

Band 6 Praesentation2  Band 6 Praesentation1  Band 6 Praesentation3


Mittagsgespräch
Dr. Dariusz  Kacprzak
zum Thema

Auf den Spuren der Kunstsammlungen der Lodzer Fabrikanten –
ein Beitrag zur Provenienzforschung von Kunstwerken Mitteleuropas

am Mittwoch, 9. März 2016, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
mit

Dr. Marie-Theres Arnbom
zum Thema

Entziehung und Rückgabe? Die Villen von Bad Ischl.
Ein Zwischenbericht.

am Montag, 29. Februar 2016, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
mit

Jonathan Kaplan
zum Thema

The ‚Other‘: the sartorial, aesthetic and social role of
Viennese Jewish men, 1890–1938.
(ein Überblick zu einer laufenden Forschungsarbeit)

am Donnerstag, 18. Februar 2016, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.
(Der Vortrag wird in englischer Sprache stattfinden.)


 2015

Mittagsgespräch
mit

Dr. Birgit Mosser-Schuöcker, L.L.M.

Jubiläumsjahr 2015
70 Jahre Kriegsende, 60 Jahre Staatsvertrag, 50. Todestag Leopold Figl
Vorläufige Schlussfolgerungen

am Dienstag, 22. Dezember 2015, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
mit

Mag. Paul Rachler, MA
Archivar des Künstlerhauses

Der Zeit ihre Kunst – der Forschung ihr Archiv.
Das Archiv der Secession in Wien.

am Mittwoch, 11. November 2015, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
mit

Mag. Daniel Wagner
Medienhaus der Erzdiözese Wien

Gegensätze und Einheit zwischen Moldau und Karpaten
Über den (nicht nur tschechischen) Glauben an Musik und Humanität anhand der Lebensläufe von
Antonín Dvořák (1841-1904) und Karel Ančerl (1908-1973)

am Donnerstag, 8. Oktober 2015, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
mit

Matti Bunzl
Designierter Direktor des Wien Museums

Leitung: Mag. Peter Menasse

am Donnerstag, 13. August 2015, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamts, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
mit

Dr.in Marianne Pollak
Bundesdenkmalamt (Wien)

Altertumswissenschaftler im Reich und den besetzten Gebieten

am Donnerstag 25. Juni 2015, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamtes, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
mit

Dr. Paul Mahringer
Bundesdenkmalamt (Wien)

Die Bedeutung der erhaltenen Probefresken und die Zerstörung
der von Kolig und seinen Schülern geschaffenen Kärntner Landhausfresken

am Mittwoch, 10. Juni 2015, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamtes, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
mit

Mag. Paul Rachler, M.A.
Archivar des Künstlerhauses (Wien)

Das Archiv des Künstlerhauses – Wie recherchiere ich richtig?
Am Weg zum informierten Benutzer

am Mittwoch, 6. Mai 2015, um 12.00 Uhr c.t.,
Grillparzerhaus (ehem. Hofkammerarchiv), Johannesgasse 6, Wien I.


Mittagsgespräch
mit

Direktor Mag. Peter Bogner
Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler Privatstiftung (Wien)

Friedrich Kiesler
Architekt, Designer, Visionär zwischen Europa und Amerika.
Die Friedrich Kiesler Stiftung und das Potenzial einer Künstlerpersönlichkeit

am Mittwoch, 15. April 2015, um 12.00 Uhr c.t.,
Grillparzerhaus (ehem. Hofkammerarchiv), Johannesgasse 6, Wien I.


Mittagsgespräch
mit

Dr.in Anna-Dorothea Ludewig
Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien (Potsdam)

„Träger einer Weltanschauung“
Berliner Privatsammlungen der (klassischen) Moderne und ihre virtuelle Rekonstruktion

am Mittwoch, 18. März 2015, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamtes, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


Mittagsgespräch
mit

Em. O. Univ. Prov. Dr. Hermann Fillitz
Erster Direktor des Kunsthistorischen Museums a. D.

Leitung: MMag. Alexandra Caruso (Kommission für Provenienzforschung)

am Donnerstag, 29. Jänner 2015, um 12.00 Uhr c.t.,
Ahnensaal des Bundesdenkmalamtes, Hofburg (Säulenstiege), Wien I.


 2014

Konferenz, Wien 2014
Bergung von Kulturgut im Nationalsozialismus Mythen – Hintergründe – Auswirkungen

Veranstaltet von der Kommission für Provenienzforschung in Kooperation mit der Israelitischen Kultusgemeinde Wien

Im Zentrum der Konferenz stand die Bergung von Kunst- und Kulturgütern während der Jahre 1938 bis 1945 sowie ihre Auswirkungen in der Nachkriegszeit. Durch die Fokussierung dieses bis dato wenig bearbeiteten Themas der Provenienzforschung trug die Veranstaltung dazu bei, eine Forschungslücke zu schließen. Bislang existieren nur wenige wissenschaftliche Arbeiten zur Materie, die zudem vorrangig den Blickwinkel des Kulturgutschutzes einnehmen. Kritische Sichtweisen, welche die Maßnahmen der nationalsozialistischen Diktatur reflektieren, wurden nur peripher behandelt. Bereits vor Kriegsbeginn hatte das NS-Regime die Rechtsgrundlagen für den präventiven Schutz von Kulturgütern geschaffen. Als direkte Konsequenz des Kriegsverlaufs wurden Bergungen, die stets dem „Führerwillen“ untergeordnet waren, systematisch vollzogen. Die alliierten Streitkräfte wiederum hatten bereits in den frühen 1940er Jahren erkannt, dass es Planungen für die Zeit nach dem Krieg bedürfe, um diese Kunstschätze zu erhalten und rückzuführen. Die so genannten Monuments Men schafften es mittlerweile zum Filmtopos für Hollywood zu werden. Die Konferenz widmete sich den verschiedenen Bergungsmaßnahmen einzelner Museen und Institutionen und den damit verbundenen Ungereimtheiten der Kriegs- und Nachkriegszeit. Ihre Ergebnisse sollen einen wichtigen Beitrag für die aktuelle Provenienzforschung liefern.

Die Konferenz wurde am 4. November 2014 durch Bundesminister Dr. Josef Ostermayer und Ehrenpräsident Dr. Ariel Muzicant eröffnet. Den Festvortrag hielt Dr. Birgit Kirchmayer.

Programm und Abstracts siehe unten

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 2011

Symposium, Wien 2011
Kunst sammeln, Kunst handeln

ExpertenInnen aus Deutschland, England, Holland, Israel, Polen, Schweiz, Slowakei, USA  und Österreich trafen zusammen um ihre Forschungsergebnisse zur Entwicklung des Kunsthandels seit den 1920er Jahren, aber vor allem dessen Rolle und Verstrickungen während der Zeit des Nationalsozialismus genauer zu beleuchten. Die Beiträge der Referentinnen und Referenten sind als Band 3 der Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung im Böhlau Verlag 2012 erschienen.

Programm und Abstracts siehe unten